Fehlermeldung: VAN: RESTRICTION

Wenn wir feststellen, dass ein PC leicht zum Cheaten missbraucht werden kann, (z. B. aufgrund einer veralteten Windows-Version oder einer speziellen Konfiguration, die Cheats unterstützt), sperrt Vanguard für diesen PC den Zugang zu Riot Games und zeigt eine Fehlermeldung an. Die Fehlermeldung VAN: RESTRICTION informiert dich darüber, welche Einstellungen erforderlich sind, um die Sperre aufzuheben.

WICHTIG: Über BIOS-Einstellungen

Wenn du mit den BIOS-Einstellungen nicht vertraut bist, wende dich bitte an einen Experten. Eine falsche Konfiguration der BIOS-Einstellungen kann zu Problemen mit dem Computer führen und eventuell sogar das Hochfahren verhindern. 

Je nach Marke, Computertyp und Motherboard kann das BIOS sehr unterschiedlich aussehen. Daher empfehlen wir dir dringend, dich an den Support des Herstellers deines Computers oder Motherboards zu wenden, um Hilfe zu erhalten. 

Welche Schritte in deinem speziellen Fall nötig sind, geht aus der Fehlermeldung VAN: RESTRICTION von Vanguard hervor.

Windows aktualisieren

Überprüfe die Anforderungen und führe die nötigen Updates durch: [Microsoft] Aktualisiere Windows 

TPM 2.0 aktivieren

Die TPM 2.0-Einstellungen unterscheiden sich je nach PC-Hersteller. Detaillierte Anweisungen und Schritte zur Problembehebung findest du in unserem Leitfaden zu TPM 2.0.

Sicherer Start

Du bist dir nicht sicher, wie du den sicheren Start aktivierst oder was dein Systemstatus bedeutet? In unserem „Sicherer Start“-Leitfaden findest du alles, was du brauchst.

BIOS-Firmware aktualisieren (AMD/Intel)

Wenn du den sicheren Start nicht aktivieren kannst oder TPM 2.0 bereits aktiviert hast, aber die Aufforderung im Spiel immer noch siehst, benötigt dein Motherboard möglicherweise ein BIOS-Firmware-Update. Befolge die folgenden Schritte, um das zu überprüfen.

  1. Drücke die Windows-Taste + R, um das Ausführen-Fenster zu öffnen.
  2. Gib tpm.msc ein und drücke die Eingabetaste.
  3. Suche unter den TPM-Herstellerinformationen nach deiner Herstellerversion.
  4. Notiere dir die Versionsnummer.

Wenn deine TPM-Firmware veraltet ist, wende dich an den Kundensupport deines Motherboard-Herstellers, um zu erfahren, ob für dein Modell ein BIOS-Update verfügbar ist.

AMD-Benutzer finden hier weitere Details zu diesem bekannten Problem: AMD-FAQ: Informationen zu TPM 2.0 und Firmware-Updates

IOMMU aktivieren

IOMMU (Input Output Memory Management Unit) muss aktiviert sein, damit bestimmte Virtualisierungs- und Sicherheitsfunktionen korrekt funktionieren. Wenn diese Option deaktiviert ist, kann Windows möglicherweise keinen Arbeitsspeicher isolieren oder virtualisierungsbasierte Schutzfunktionen ausführen, was zu Konfigurationsfehlern führen oder die Aktivierung von Funktionen wie VBS und HVCI verhindern kann. Aktiviere IOMMU, bevor du mit den folgenden Schritten fortfährst.

  1. Drücke die Windows-Taste + R.
  2. Gib msinfo32 ein und drücke die Eingabetaste. Suche die Marke deines Motherboards und den Prozessor.
  3. Verwende eine Suchmaschine, um die Vorgehensweise deines Mainboard-Herstellers zum Aktivieren von IOMMU zu finden. Gib unbedingt die CPU-Marke an, da dies wahrscheinlich die einzelnen Schritte beeinflusst. Alternativ kannst du dich für weitere Details an den Hersteller deines Motherboards wenden.

Hier sind einige gängige: 

ASUS-MOTHERBOARDS

AMD-Prozessoren
  1. Starte im BIOS- oder UEFI-Modus.
  2. Gehe zu Advanced → AMD_CBS.
    • Suche IOMMU und ändere die Einstellung von „Disabled/AUTO“ zu ENABLED.
  3. Falls nach der Aktivierung von IOMMU verfügbar,
    wähle die Einstellung Advanced\AMD_CBS NBIO Common options.
    • Setze die Einstellung für DMA Protection von „Disabled/AUTO“ auf ENABLED.
    • Setze die Einstellung für DMAr Support von „Disabled/AUTO“ auf ENABLED.
Intel-Prozessoren
  1. Starte im BIOS- oder UEFI-Modus.
  2. Gehe zu Advanced → System Agent (SA) Configuration.
  3. Setze die Einstellung für Control IOMMU Pre-boot Behavior auf Enable IOMMU during boot.
    • Sollte die Option Enable IOMMU during boot nicht verfügbar sein, wähle Enable IOMMU.


MSI-MOTHERBOARDS

AMD-Prozessoren
  1. Starte im BIOS- oder UEFI-Modus.
  2. Gehe zu Overclocking → Advanced CPU Configuration → AMD CBS.
  3. Setze unter AMD CBS - NBIO Common Options die Einstellung für IOMMU von „Disabled/AUTO“ auf ENABLED.
  4. Falls vorhanden, wähle auch die folgenden Einstellungen: 
    • Setze die Einstellung für DMA Protection von „Disabled/AUTO“ auf ENABLED.
    • Setze die Einstellung für DMAr Support von „Disabled/AUTO“ auf ENABLED.
Intel-Prozessoren
  1. Starte im BIOS- oder UEFI-Modus.
  2. Gehe zu Overclocking → CPU Features.
  3. Setze die Einstellung für Control IOMMU Pre-boot Behavior auf Enable IOMMU during boot.
    • Sollte die Option Enable IOMMU during boot nicht verfügbar sein, wähle Enable IOMMU.

Aktiviere die HVCI/VBS-Speicherintegrität (Kernisolierung)

Die Speicherintegrität ist Teil der Windows-Kernisolierung und hilft dabei, dein System vor Angriffen zu schützen. Damit alles richtig funktioniert, ist es auf die von deiner CPU bereitgestellte Hardware-Virtualisierung angewiesen. Das bedeutet, dass die BIOS-Virtualisierung aktiviert sein muss. Andernfalls kann Windows die sichere virtuelle Umgebung, die für HVCI und die Speicher-Integrität erforderlich ist, nicht erstellen. Wenn die Virtualisierung in deinem BIOS deaktiviert ist, können Fehler auftreten oder die Funktion wird möglicherweise gar nicht geladen.

Du kannst die Speicher-Integrität mit den folgenden Schritten aktivieren, sobald die BIOS-Virtualisierung aktiv ist.

  1. Klicke auf das Windows-Startmenü und dann auf ⚙️ Einstellungen.
  2. Gehe zu Update & Sicherheit > Windows-Sicherheit > Gerätessicherheit.
  3. Gehe unter Kernisolierung zu Speicher-Integrität.
  4. Schalte sie ein.
  5. Starte den Computer neu, wenn die Aufforderung erscheint.

Mögliche Probleme

Problem 1: Fehler „Seite nicht verfügbar“
Die BIOS-Virtualisierung ist deaktiviert. Du musst sie zuerst aktivieren.mceclip4.png
Problem 2: Inkompatible Treiber/Treiberkonflikte
Wenn du auf Problem mit Treibern stößt, kannst du dich an den Hersteller wenden und die problematischen Treiber deinstallieren bzw. deaktivieren oder es mit einer sauberen Neuinstallation versuchen.
Problem 3: Blauer Bildschirm (BSOD) oder automatische Deaktivierung, wenn die Option aktiviert wird

Aktualisiere Windows

  • Stelle sicher, dass dein Betriebssystem auf dem aktuellen Stand ist und die neuesten Windows-Updates enthält.

Führe SFC und DISM aus

  1. Drücke die Windows-Taste, gib PowerShell ein, klicke mit der rechten Maustaste darauf und wähle Als Administrator ausführen.
  2. Füge Folgendes ein und führe es aus:
    • sfc /scannow; DISM /Online /Cleanup-Image /ScanHealth
    • DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth
    • DISM /Online /Cleanup-Image /StartComponentCleanup

Aktualisiere das BIOS (falls erforderlich):

  1. Drücke die Windows-Taste + R.
  2. Gib msinfo32 ein und drücke die Eingabetaste. Ermittle die Details deines Motherboards.
  3. Lade von der Website des Herstellers das neueste BIOS-Update herunter.
  4. Folge den Anweisungen des Herstellers, um das BIOS zu aktualisieren.

Ähnliche Artikel

Ressourcen der Motherboard-Hersteller

BIOS- und Firmware-Menüs können je nach Motherboard-Hersteller und -Modell stark variieren. Falls du die erforderlichen Sicherheits- oder Systemeinstellungen (wie Sicherer Start, TPM, Virtualisierung oder DMA-bezogene Optionen) nicht finden kannst, empfehlen wir dir, die offizielle Support-Dokumentation deines Motherboard-Herstellers zu lesen.

Nachfolgend findest du Links zu gängigen Motherboard-Anbietern, bei denen du modellspezifische BIOS-Anleitungen findest:

Zur Erinnerung

BIOS-Einstellungen, -Namen und -Speicherorte können sich sogar bei Modellen desselben Herstellers unterscheiden. Wenn du dir unsicher bist, ob du Firmware-Einstellungen ändern solltest, empfehlen wir dir dringend, dich an den Hersteller deines Systems oder Motherboards zu wenden, um Unterstützung zu erhalten.

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